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11) Kratie

Die 7 stündige Fahrt im Bus nach Kratie war angenehmer als erwartet. Dennoch war ich recht müde, als ich in Kratie ankam. Da musste ich noch mit der Fähre auf die Insel, auf der ich die nächsten 3 Nächte wohnen werde. Dort angekommen war ich etwas überrascht über die Unterkunft... nicht ganz so, wie im Internet beschrieben.... aber die Familie des Homestay war wirklich sehr nett. Am ersten Abend half ich der Mutter kochen, naja... viel gemacht hab ich nicht, aber sie hat sich dennoch über die Hilfe gefreut.  Das Znacht war echt lecker! 

Am nächsten Tag hatte ich mit dem Sohn des Homestay abgemacht, dass er mir eine Tour zu den Delfinen organisiert. Dass er mich selber rumfährt, hätte ich nicht gedacht.  Die Pagoda, zu welcher er mich als erstes führte war echt ein Geheimtipp. Sehr schön. Man kletterte auf den höchsten "Berg" der Gegend und hatte einen tollen Ausblick. Dank Schmetterlingen, Libellen und Affen wurde unser Aufenthalt in Wat Phnom Sambok etwas in die Länge gezogen. 

Nach diesem Stop fand mein Guide Freude daran, mich so einiges probieren und zahlen zu lassen. Reisstick, Schnecken und später sollte es noch Palmjuice sein. 

Doch zuerst stand noch das Beobachten der Süsswasserdelfine auf dem Programm. Das war sehr entspannend. Auch wenn die Delfine sich nur sehr zaghaft zeigten war es ein Erlebnis! 

Nach diesem Naturerlebnis hiess es dann Palmjuice probieren. 

Wir fuhren los und er meinte... es sei bei der Stadt gleich um die Ecke. Wir fuhren und fuhren und langsam schlich sich bei mir der Verdacht ein, dass "Möchtest du Palmjuice probieren" ein Synonym für " ich fahre mit dir in die Pampa und lass dich dort alleine!" ist. PHU... doch nicht...nach einer gefühlten Stunde erreichten wir eine Holzplattform auf der eine Familie sass. Der Vater war gerade oben in der Palme um den Juice zu holen und so stand dem Genuss dieses nichts mehr im Wege. Lecker war er... gekühlt wäre er sicher noch besser gewesen. Und ja... es war HEISS! 38° und so erhielt ich zum Abschluss des schönen Tages meinen ersten Sonnenbrand. 

Da leider das Homestay keine richtige Dusche und auch keine Klimaanlage hatte war die Hitze echt eine Qual. Aber ich überstand die Nacht verschwitzt und machte mich dennoch am nächsten Tag auf für eine Velotour um die Insel. So radelte ich vorbei an freundlich lächelnden und HELLO rufenden Menschen... die Kinder wollten immer meinen Namen wissen. Das lernen sie in der Schule. Doch über diesen Satz hinaus war keine Kommunikation möglich. 

Um die Insel hat es Sandstrände und Fischerbote. Eine schöne ruhige und entspannende Gegend. 

Dieses Inselleben war ein krasser Kontrast zur City von Phnom Penh, aber genau das, was ich gesucht hatte. 

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